Eine Saison später saß Achim Beule für das Team Josef-Kaufmann-Racing in der in Deutschland neu geschaffenen Formel-Renault am Steuer. Er gewann erste Rennen und schließlich die Gesamtwertung der neuen Serie, die im Rahmen der Formel 1 Berichterstattung ausgestrahlt wurde.

Der Privatsender RTL übertrug damals wie heute die Rennen der Königsklasse. Ein deutscher Pilot als Zugpferd aber fehlte. Also schrieb der Privatsender eine Art Casting aus und suchte unter zehn Fahrern der Formel Renault den „Fahrer RTL Plus“, der als Deutscher ein Cockpit in der Formel1 bekommen sollte. Vor jedem Formel-1-Rennen wurden Beiträge über den Verlauf der Ausscheidung gesendet. Achim Beule wurde schließlich zum Finale in die berühmte französische Rennfahrerschule Winfield in Le Castellet eingeladen, an der unter anderem Alain Prost und Jean Alesi ausgebildet wurden. Gegen zwei Konkurrenten setzte er sich auf dem Circuit Paul Ricard durch.

Eine weitere Saison blieb Achim Beule in der Formel Renault. Belegte im zweiten Jahr in der Gesamtwertung Rang drei.

Dann unterbrach er seine Motorsportkarriere und stieg erst Ende der 90er Jahre wieder in einen Rennwagen. 1999 fuhr er die komplette Saison im Ford-Puma-Cup für das Panhuis-Team , gewann im belgischen Zolder und landete in der Endabrechnung auf Rang sechs. Beim Kart-Rennen in Paris-Bercy stand er ganz oben auf dem Podium. Im Jahr 2000 saß Achim Beule beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zum letzten Mal hinter dem Steuer eines Werks Ford Puma Rennwagens im Rennteam Ford Panhuis. Seit 2001 betreibt der gelernte KfZ-Mechaniker und Vater dreier Töchter die Kartbahn in der Selbecke.